Vernetzung der Indogermanistik im Fächerverbund einer Universität

Nicht selten begegnet man Leuten, die der Meinung sind, die Vergleichende indogermanische Sprachwissenschaft sei ein sog. Orchideenfach, d.h. ein in sich abgeschlossenes, gegen aussen abgeschottetes, von wenigen studiertes und für wenige nützliches Fach. Dass diese Meinung völlig falsch ist, soll die folgende Beschreibung der erstaunlich reichen Vernetzung dieses Faches innerhalb einer üblichen philosophisch(-historisch)en Fakultät und über diese hinaus demonstrieren. Verfehlt ist insbesondere auch die Haltung, es genüge, wenn diese Wissenschaft an einigen wenigen Universitäten vertreten sei. Denn eine Universität, die auf sie verzichtet, nimmt dadurch – bei vergleichsweise geringen "Einsparungen" – eine erhebliche Beschränkung der Inhalte sowohl der einzelnen philologischen Fächer als auch der ganzen Fakultät in Kauf. Die Breite der zur Indogermanistik gehörenden Sprachpalette macht es wünschenswert, dass dem (ganz selten: den) die Kontinuität wahrenden Dozenten ein flexibel einsetzbares Kontingent an Lehrauftragsstunden zur Verfügung steht. Denn kein Indogermanist kann alle Bereiche in der Lehre, geschweige denn in der Forschung, in voller Tiefe vertreten.

Die Indogermanistik ...

... und die Altertumswissenschaften
... und die Neuen Philologien
... und die Mediävistik
... und die Phil. I-Fakultät insgesamt
... und die Theologische Fakultät
... als Forschungsdisziplin mit eigenem Profil