Herbstsemester 2017

Für mögliche Fehler übernehmen wir keine Haftung; massgeblich ist das offizielle Vorlesungsverzeichnis der Universität Basel.
Alte Vorlesungsverzeichnisse finden Sie dort im Archiv.

Vorlesung

13463-01: Geschichte des Alphabets 1 KP

Dozent: Prof. Dr. Rudolf Wachter

Zeit: Mi 13.15-14:00 Uhr

Beginn: 20.9.2017

Ort: Kollegienhaus, Hörsaal 116


Die Bedeutung unseres Alphabets ist für die westliche Kulturgeschichte kaum hoch genug einzuschätzen. In der vorliegenden Vorlesung wird einerseits der Charakter dieses Schriftmediums im Vergleich mit anderen Schriften der Menschheit herausgearbeitet und andererseits seine dreieinhalbtausendjährige Geschichte, die Momente der Innovation, der Verbreitung, aber auch der Rückschläge in der Schriftlichkeit von Kulturen nachgezeichnet. Dabei wird insbesondere auf die Mechanismen geachtet, die bei der Übernahme und Weiterentwicklung der Alphabetschrift wirken, da auf diese Weise manche Eigenheiten von Alphabetschriften leicht verständlich gemacht werden können.

20748-01: Überblick über die indogermanischen Sprachen 1 KP

Dozent: Prof. Dr. Rudolf Wachter

Zeit: Mi 12.15-13:00 Uhr

Beginn: 20.9.2017

Ort: Kollegienhaus, Hörsaal 116


Diese Einführungsveranstaltung soll erstens einen Überblick über die indogermanische Sprachfamilie vermitteln: Welche Sprachen gehören dazu? Wie, wo und wann sind sie bezeugt? Wie ist ihr gegenseitiges Verwandtschaftsverhältnis? Für einige wichtige Sprachen bzw. Sprachgruppen werden zudem die hauptsächlichen Charakteristiken, u.a. die typischsten lautgeschichtlichen, morphologischen und lexikalischen Züge vorgestellt und historisch-vergleichend zu ihren verwandten "Pendants" in den anderen Sprachen oder Sprachgruppen in Beziehung gesetzt. Kurze Textbeispiele geben Einblick in die vielfältigen und grossartigen Schrifttraditionen.

Seminare

20746-01: Altpersisch: die Sprache der Grosskönige 3 KP

Dozent: Prof. Dr. Rudolf Wachter

Zeit: Do 12.15-14.00 Uhr

Beginn: 21.9.2017

Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01


Es ist ein grosser Glücksfall, dass wir über die Taten der persischen Grosskönige, die für die Entwicklung des klassischen Griechenland und wohl der ganzen Weltgeschichte von entscheidender Bedeutung waren, nicht nur aus der Sicht der "Feinde" im Westen, namentlich durch Herodot, sondern auch aus ihrer eigenen Perspektive ausführliche Berichte besitzen. Am wichtigsten sind die grossen Rechenschaftsberichte und anderen Inschriften von Dareius und Xerxes, eingemeisselt in Stein und Fels in einer speziellen Keilschrift. Es wird eine Einführung in Schrift und Sprache des Altpersischen gegeben, das Hauptgewicht liegt aber von anfang an auf der Lektüre der Texte.

Übung

20747-01: Die Sprache des Plautus 3 KP

Dozent: Prof. Dr. Rudolf Wachter

Zeit: Do 14.15-16.00 Uhr

Beginn: 21.9.2017

Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 183


Die Komödien des Plautus sind ein grossartiges Stück Literatur. Doch nicht nur das, sie bieten auch ein ungemein lebendiges Latein, ja wohl das spritzigste, das uns erhalten ist. (Auch als Fundgrube für Sätze zur Illustration der lateinischen Syntax sind sie im Übrigen unerschöpflich!) Dennoch scheuen sich viele Philologen ein wenig vor der Plautuslektüre, da die Sprache eben "altlateinisch" ist und manches etwas ungewohnt erscheint. Das Ziel unserer Veranstaltung ist es, uns so gut einzulesen und uns dabei die Charakteristiken und kleinen Schwierigkeiten des plautinischen Lateins so vertraut zu machen, dass bei der späteren, selbstständigen Lektüre lateinischer Komödien nur noch der reine Genuss bleibt.
Parallel zur Lektüre werden Metrik und Sprache, daneben aber auch durchaus literarische Aspekte, die gebührende Aufmerksamkeit erhalten. (A propos Metrik: Es wäre nützlich, vorgängig die wichtigsten Dinge, vor allem die Fertigkeit im Lesen und in der Analyse des iambischen Senars und des trochäischen Septenars, aufzupolieren; Hilfsmittel: Crusius-Rubenbauer). Für die Lektüre schlage ich die Menaechmi vor. Vorbereitung während der Semesterferien ist erwünscht!