Matheton Agon

Vischer-Heussler-Preis zur Förderung des Griechischen

Der Vischer-Heussler-Preis (Matheton Agon) wird jährlich für die beste und innovativste schriftliche Matur/Abitur/Baccalauréat-Arbeit bzw. Facharbeit (auf ca. 20-30 Seiten ausgeweitete GFS [= "gleichwertige Feststellung einer Schülerleistung"] eines Oberstufenkurses in Baden-Württemberg) im Griechischen ausgeschrieben. Diese Arbeit kann insbesondere die literarische und sprachliche Interpretation eines Autors bzw. einer zentralen Textpassage, die Deutung einer Gattung oder Epoche, aber auch beispielsweise den Mythos, die Religion, den geschichtlichen Kontext eines Werkes, archäologische Kunstwerke und materielle Gegebenheiten der griechischen Kultur sowie die moderne Rezeption griechischer Stoffe beinhalten.

Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, welche die Maturarbeit bzw. die entsprechende Arbeit nicht im Griechischen abfassen, können auch eine eigens erstellte diskursive Arbeit von ca. 20 Seiten einreichen, die zunächst von einer verantwortlichen Fachlehrkraft der Schule betreut werden sollte.

Die Arbeiten können auf Deutsch, Französisch oder Italienisch (gegebenenfalls auch auf Englisch) geschrieben werden.

Teilnahmeberechtigt sind Schülerinnen und Schüler an Gymnasien der Matur/Abitur/Baccalauréat-Klasse der Schweiz sowie der Regio TriRhena, bzw. des Oberstufen-Jahrgangs der Kursstufe, in der eine Facharbeit (GFS) geschrieben wird. Im Einklang mit dem Stiftungszweck, den Standort Basel zu stärken, erhalten Preisträgerinnen und Preisträger, die sich für ein Studium der Altertumswissenschaften (mit Schwerpunkt Griechisch) an der Universität Basel entscheiden, zusätzlich einen Studienbonus.

  • 1. Preis: 1500 CHF
  • 2. Preis: 1000 CHF
  • Studienbonus: ein Jahr monatliche Unterstützung von 100 CHF

Wissenschaftliche Jury:

  • Prof. Dr. A. Bierl
  • Prof. Dr. R. Wachter
  • Dr. K. Wesselmann

Ausschreibung 13. Matheton Agon (2017) [PDF (206 KB)].

Entscheidung im 13. Matheton Agon 2017

Eingereicht wurden im dreizehnten Wettbewerb drei Arbeiten. Insgesamt war auch heuer die Qualität der Arbeiten, die unterschiedlichste Aspekte der griechischen Sprache, Literatur und Kultur behandeln, ausserordentlich und mit der Situation früherer Jahre durchaus vergleichbar.

Die Entscheidung der Jury gestaltete sich auch dieses Mal relativ unkompliziert. Zwei Arbeiten stachen deutlich heraus. Die Jury beschloss einstimmig die Preise wie folgt zu verteilen: 

1. Preis 

Bénédict Donnier: L’Hymne Homérique à Apollon

(Gymnase de La Cité, Lausanne, Betreuer: Silvain Bocksberger)

1500 CHF 

2.. Preis

Benjamin von Werdt: Evolution der Bibel? Analyse des Dekalogs in Deuteronomium, Kapitel 5 aus dem Hebräischen, Griechischen und Lateinischen

(Freies Gymnasium, Bern, Betreuer: Andreas Hänni) 

1000 CHF 

Die Preisträger erhalten zudem, wenn sie sich für ein Studium der Altertumswissenschaften (mit Schwerpunkt Gräzistik) an der Universität Basel entscheiden, den Basler Studienbonus für Griechisch, dotiert mit monatlich 100 CHF über 12 Monate hinweg, also nochmals insgesamt je 1200 CHF

Wir gratulieren ganz herzlich! 

Basel, 17. Oktober 2017

Prof. Dr. Anton Bierl
Ordinarius für Gräzistik an der Universität Basel 

zusammen  mit

Prof. Dr. Rudolf Wachter

Dr. Katharina Wesselmann