48. Jacob Burckhardt-Gespräch am Freitag, 6. Mai 2011

Prof. Dr. Dr. h.c. Gudrun Krämer
(Institut für Islamwissenschaft der Freien Universität Berlin und Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies):
Umbruch in Nahost. Zum Verhältnis von Islam, Rechtsstaat und Demokratie

Homepage der Referentin.

47. Jacob Burckhardt-Gespräch am Freitag, 24. September 2010

Prof. Dr. Dr.h.c. mult. Otfried Höffe
(Professor für Philosophie an der Universität Tübingen):
Macht Tugend schön? über Lebenskunst und Moral

Geboren 1943 in Leobschütz (Oberschlesien); nach dem Wehrdienst (1962–1964) Studium der Philosophie, Theologie, Geschichte und Soziologie in Münster, Tübingen, Saarbrücken und München; 1970 Promotion zum Dr. phil. (München); 1970/71 Visiting Scholar an der Columbia University New York City; 1974/75 Habilitation in Philosophie (München), ab SS 1977 o. Professor für Philosophie Universität Duisburg, ab SS 1978 Lehrstuhl für Ethik und Politische Philosophie Universität Freiburg (Schweiz), zugleich Lehrbeauftragter für Rechtsphilosophie Juristische Fakultät und Direktor des Internationalen Instituts für Sozialphilosophie und Politik; ab 1992 Lehrstuhl für Philosophie am Philosophischen Seminar Universität Tübingen, Mitglied ihrer Juristischen Fakultät und Gründer sowie Leiter der Forschungsstelle Politische Philosophie; ständiger Gastprofessor für Rechtsphilosophie Universität St. Gallen.

Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Korrespondierendes Mitglied des Collegium Europaeum Jenense, erstes internationales Mitglied der Teheraner Akademie für Philosophie und Weltweisheit, Senator und Obmann der Sektion Kulturwissenschaften der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Präsident der Nationalen Ethikkommission im Bereich Humanmedizin der Schweiz.

Wichtigste Publikationen: Praktische Philosophie – Das Modell des Aristoteles (1971, 3. Aufl. 2008); Immanuel Kant. Leben, Werk, Wirkung (1983, 7. Aufl. 2007); PolitischeGerechtigkeit. Grundlegung einer kritischen Philosophie von Recht und Staat (1987, 4. Aufl. 2003); Moral als Preis der Moderne. Ein Versuch über Wissenschaft, Technik und Umwelt (1993, 4. Aufl. 2000); Aristoteles. Leben. Werk, Wirkung (1996, 3. Aufl. 2006); Demokratie im Zeitalter der Globalisierung (1999, 2. Aufl. 2002); Medizin ohne Ethik? (2002, 2. Aufl. 2003); Wirtschaftsbürger Staatsbürger Weltbürger. Politische Ethik im Zeitalter der Globalisierung (2004); Lebenskunst und Moral. Oder Macht Tugend glücklich? (2007); Ist Demokratie zukunftsfähig? (2009).

Übersetzungen in mehr als 20 europäische und aussereuropäische Sprachen.

46. Jacob Burckhardt-Gespräch am Freitag, 23. April 2010

Prof. Dr. Michael Hagner
(Professor für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich):
Ein Buch ist ein Buch ist ein Buch; keine Datei

Studium der Medizin und Philosophie an der Freien Universität Berlin (1980–86). 1987 Promotion zum Dr. med., danach Postdoc am Neurophysiologischen Institut der FU Berlin und Visiting Scholar am Wellcome Institute for the History of Medicine in London; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte der Medizinischen Universität Lübeck und am Institut für Geschichte der Medizin der Georg-August Universität Göttingen; 1994 Habilitation an der Medizinischen Fakultät. Ab 1995 am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin, zunächst als Heisenberg-Stipendiat der DFG, dann als Senior Scientist. Seit 2003 Professor für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich. Gastprofessuren in Salzburg, Tel Aviv, Frankfurt a. M. und Köln; Fellow am Zentrum für Literaturforschung, Berlin und an der Maison des Sciences de L'Homme, Paris. Korrespondierendes Mitglied der Akademie die Wissenschaften zu Göttingen sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 2008 Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Forschungsschwerpunkte: Geschichte der Kybernetik, Wissenschaft und Pseudowissenschaft, Visualisierung in den Wissenschaften.

Publikationen:
Die Experimentalisierung des Lebens. Experimentalsyststeme in den biologischen Wissenschaften 1850/1950, Berlin 1993 (hg. mit H.-J. Rheinberger).
Der "falsche" Körper. Beiträge zu einer Geschichte der Monstrositäten. Göttingen 1995 (Hg.).
Homo cerebralis. Der Wandel vom Seelenorgan zum Gehirn. Berlin 1997.
Ecce cortex. Beiträge zur Geschichte des modernen Gehirns. Göttingen 1999 (Hg.).
Ansichten der Wissenschaftsgeschichte. Frankfurt a. M. 2001 (Hg.).
Berlin Wilhelmstaße 44. Köln 2003 (hg. mit Candida Höfer u. Anke te Heesen).
Geniale Gehirne. Zur Geschichte der Elitegehirnforschung. Göttingen 2004.
Der Geist bei der Arbeit. Historische Untersuchungen zur Hirnforschung. Göttingen 2006.
Die Transformation des Humanen. Beiträge zur Kulturgeschichte der Kybernetik. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag 2008 (hg. mit Erich Hörl).
Der Hauslehrer. Über Sexualität, Kriminalität und Medien um 1900 (in Vorbereitung).

Jacob Burckhardt-Gespräche auf Castelen 2009/2010

45. Jacob Burckhardt-Gespräch am Freitag, 19. März 2010

Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Hellwig
(Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, Bonn
):
"Verantwortung" von Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Privatautonomie und öffentlichem Interesse

Geboren 1949 in Düsseldorf. Studium der Volkswirtschaftslehre und Geschichte an den Universitäten Marburg und Heidelberg, 1973 Promotion in Economics am Massachusetts Institute of Technology, anschliessend Research Associate in Economics, Stanford University, Stanford, California sowie Assistant Professor of Economics, Princeton University, Princeton, N.J., USA. 1977–79 Wissenschaftlicher Rat und 1979–87 Ordentlicher Professor für Wirtschaftliche Staatswissenschaften, Universität Bonn. 1987–96 Ordentlicher Professor für Nationalökonomie, Universität Basel. 1995–96 Taussig Research Professor of Economics, Harvard University, Cambridge, Massachusetts, USA. 1996–2004 Ordentlicher Professor für Wirtschaftstheorie, Universität Mannheim.
Seit 2004 Wissenschaftliches Mitglied und Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern. 2008 Jelle Zijlstra Fellow, Netherlands Institute for Advanced Study
Honorarprofessor der Universität Wien (1988), Ehrendoktor der Universität Tübingen (2002), der Humboldt-Universität zu Berlin (2005) und der Universität Basel (2009), Gustav-Stolper-Preis des Vereins für Socialpolitik (2010).

Veröffentlichungen zur allgemeinen Wirtschaftstheorie, zur Informationsökonomik, zur Theorie der Finanzmärkte und der Finanzinstitutionen und zu ihrer Regulierung sowie zu den Grundlagen der Makroökonomie und der Geldtheorie.